Energie und Heizung

Stromgrundversorgung: Warum ein Fünftel der Haushalte zu viel zahlt

Die Grundversorgung kostet im Schnitt 25 Prozent mehr als alternative Tarife. Wer wechselt, sollte auf Laufzeit und Preisgarantie achten.

Porträtfoto von Miriam Sadowski

Geprüft und verfasst von Miriam Sadowski, Diplom-Journalistin

Redakteurin Finanzen und Pflege

Veröffentlicht am 22.01.2026 · Zuletzt geprüft am 14.08.2026

Strom in der Grundversorgung kostet im Durchschnitt rund 25 Prozent mehr als bei alternativen Anbietern. Trotzdem bleibt etwa ein Fünftel aller Haushalte länger als ein Jahr in diesem Tarif. Verbraucherzentralen fordern deshalb eine Reform, weil überdurchschnittlich oft Haushalte mit niedrigem Einkommen betroffen sind.

Zum Jahreswechsel 2025 auf 2026 hat sich die Lage etwas entspannt. Grundversorger kündigten 307 Preissenkungen von durchschnittlich 8,9 Prozent an, dazu 12 Erhöhungen von durchschnittlich 1,4 Prozent. Der bundesweite Durchschnittspreis der Grundversorgung sank dadurch um rund 2,6 Prozent. Der Abstand zu günstigeren Tarifen bleibt damit trotzdem groß.

Ein Wechsel ist unkompliziert, der neue Anbieter übernimmt die Kündigung. Achten Sie aber nicht nur auf den Anfangspreis. Entscheidend sind Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist, Länge der Preisgarantie und die Frage, ob ein Bonus im Jahrespreis eingerechnet ist. Tarife mit Vorauskasse oder Kaution gehören nicht in die engere Auswahl.

Wer bereits Zahlungsrückstände hat, sollte vor dem Wechsel mit der Verbraucherzentrale sprechen. In der Grundversorgung bestehen bei Zahlungsschwierigkeiten und drohender Sperre andere Schutzmechanismen als bei einem Sondervertrag.

Die Fakten im Überblick

  • Grundversorgung kostet im Schnitt rund 25 Prozent mehr als alternative Tarife
  • Etwa ein Fünftel aller Haushalte bleibt länger als ein Jahr in der Grundversorgung
  • Zum Jahreswechsel 2025/2026: 307 Preissenkungen um durchschnittlich 8,9 Prozent
  • Im gleichen Zeitraum 12 Preiserhöhungen um durchschnittlich 1,4 Prozent
  • Durchschnittspreis der Grundversorgung sank dadurch um rund 2,6 Prozent

Das empfiehlt die Redaktion

  1. Den eigenen Tarif mindestens einmal jährlich mit unabhängigen Vergleichsportalen prüfen
  2. Auf Laufzeit, Kündigungsfrist und Dauer der Preisgarantie achten, nicht nur auf den Bonus im ersten Jahr
  3. Bei bestehenden Zahlungsrückständen vor dem Wechsel die Verbraucherzentrale einschalten

Rechtsgrundlage

Stromgrundversorgungsverordnung

Quellen

Themen dieses Beitrags

  • Stromgrundversorgung zu teuer
  • Stromanbieter wechseln lohnt sich
  • Grundversorgung Strom Kosten 2026

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